Sachverständigentätigkeit

 

Die Bauaufsichtsbehörde oder Gerichte können sich eines Sachverständigen bedienen. Sachverständige können aber auch private Aufträge (beispielsweise bei Versicherungsschäden oder Bauschäden) übernehmen.

Gemeinsam ist jedoch den Sachverständigen, dass sie sich durch besondere Sachkunde in ihrem Beruf hervorheben. Erwartet werden erweiterte technische, wirtschaftliche und rechtliche Kenntnisse sowie die persönliche Befähigung zur sachlichen und unvoreingenommenen, objektiven Analyse und Dokumentation von Sachverhalten, verbunden mit der Fähigkeit, sich in Wort und Schrift allgemein verständlich und überzeugend auszudrücken.

Nach ständiger Rechtsprechung müssen Sachverständige bei jeder ihrer Tätigkeiten beweisen können, dass sie eine abgeschlossene Berufsausbildung, hinreichende Berufserfahrung und zusätzliche, fachspezifische Qualifizierungen besitzen.

Zertifizierte Sachverständige


Im Zuge der europäischen Harmonisierung und der damit verbundenen gegenseitigen Anerkennung von Sachverständigen innerhalb der EU-Länder ist der zertifizierte Sachverständige entstanden. Dieser erhält ein Zertifikat nach der EN 45013. Es ist allerdings zeitlich auf drei Jahre befristet und muss deshalb regelmäßig erneuert werden.

Amtlich anerkannte Sachverständige


Amtlich anerkannte Sachverständige werden in der Regel in einer Liste bei der obersten Bauaufsichtsbehörde geführt. Diese Sachverständigen sind für sicherheitstechnische Prüfungen befugt. Amtlich anerkannte Sachverständige unterliegen der Aufsicht der obersten Bauaufsichtsbehörde.

Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige


Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige werden bevorzugt von den Gerichten beauftragt. Neben der qualifizierten Sachkunde auf dem neuesten Stand von Wissenschaft und Technik, die durch mündliche und schriftliche Prüfungen und im Rahmen einer freien Sachverständigen-Tätigkeit bereits erstellte Gutachten nachgewiesen werden muss, sind ein guter Leumund, belegt durch Führungszeugnis und Referenzen, sowie der Nachweis geordneter wirtschaftlicher Verhältnisse grundsätzliche Voraussetzung für die Bestellung und Vereidigung eines Sachverständigen. Die Bezeichnung als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger ist gesetzlich geschützt und wird durch die Verwendung eines Rundstempels nach außen dokumentiert.

 

 

Bauwerks-Pass

 

Die Bundesingenieurkammer hat den so genannten Bauwerks-Pass in 2001 eingeführt. Das Zertifikat ist für Neu- und Altbauten gedacht und beinhaltete Informationen über den Baugrund, statische Berechnungen, Bautechnik, Entwürfe, Wärmeschutzquoten usw.

 

Der Pass wird durch vereidigte Sachverständige für Prävention oder Schadenfällen der Bau- und Anlagentechnik ausgestellt.

 

Jeder Käufer einer Immobilie kann mit Hilfe dieses Passes eine Aussage über die Qualität des Hauses erhalten.

 

Für weitere Informationen oder Fragen wenden Sie sich bitte an unser Büro.

 

pbs@suhle.com

 

 


zuletzt geändert am: 10.10.2016

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